In Memoriam
     
 

Moosloch Mushers
AMARUK


* 17.3.2001
† 06.9.2009

     
Die Regenbogenbrücke
     
 

Icebell's
HOT GIRL (Hazel)

* 27.6.1998
† 05.05.2011

     
 

ANGEL
of Igloo County (Alaya)

* 1.10.1995
† 10.11.2011

     
 

CHINOOK
vom Unteren Köppel

* 10.8.1996
† 06.03.2012

 
     

 

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Moosloch Mushers AMARUK

Kämpferherz

Eigentlich ist alles wie immer an einem Trainingstag, nein….. es ist besser als sonst. Die Luft ist rein und klar, die Temperatur liegt bei 4 ° C und die Sonne wagt sich über die Baumwipfel. Nachdem gestern schon die gleichen Bedingungen herrschten, freuen sich Hunde und Menschen auf einen weiteren schönen Trainingstag. Eine dreiviertel Stunde vor dem Start bekommen die Hunde etwas Suppe. Dann holen wir sie aus dem Zwinger in den Auslauf und von dort an die "Stake out" neben dem Trainingswagen. Alle sind gut drauf und springen an uns hoch in freudiger Erwartung. Wir spannen sie ein und alles ist wie immer, tosendes Gebell, ungeduldiges Zerren an der Zugleine. Wir fahren durch den Wald mit leicht angezogener Bremse, damit die Geschwindigkeit nicht zu hoch wird. Alle ziehen gleichmäßig stark. Ich bin stolz auf unser Team. Tine sitzt vorne auf dem Sitz des Trainingswagens. Plötzlich ruft sie laut:" stopp Meino". Ich hatte kurz auf den Tacho geschaut und in dieser Zeit ist Amaruk, der vorne als Leithund lief, zusammengebrochen. Sofort halten wir an und schauen nach ihm. Tine nimmt ihn aus der Zugleine. Ich sehe, dass seine Zunge ganz blau ist. Wir probieren es mit Wiederbelebungsversuchen, mit Herzmassage und mit Beatmung. Umsonst. Ein großes Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen. Wir bringen ihn noch zum Tierarzt, der unser Wissen zur Gewissheit macht. Amaruk, der beste, schnellste, konzentrierteste und dabei gleichzeitig der freundlichste und liebevollste unserer Hunde ist tot. Wir versuchen uns damit zu trösten, dass er ein tolles Leben gehabt hat. Er war nie krank, nie ernsthaft verletzt und hat auch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Auch sein Tod kam plötzlich und völlig schmerzlos. Erinnern uns daran, wie er auf die Welt kam. Als sechster Hund in unserem ersten Wurf purzelte er im März 2001 in unser Leben. Er war der dritte Rüde im Wurf. Tine und ich hatten uns zuvor schon den Namen Amaruk ausgesucht für den Hund, der bei uns bleiben sollte, und wir sagten beinahe gleichzeitig:"Das ist Amaruk!". Er war ein toller Arbeiter und der schnellste Husky, den ich jemals gesehen haben. Erfolge sind schön. Aber was wirklich zählt ist seine Art. Nie aggressiv gegen seine Rudelkumpels oder zu fremden Hunden, immer mit einem freundlichen Wedeln, offen ohne aufdringlich zu sein, stets bemüht alles richtig zu machen. Wenn er gestreichelt werden wollte, schaute er uns nur eindringlich an und wartete darauf, dass wir ihn riefen. Er liebte die Menschen und die Menschen liebten ihn. Und während ich das mit Tränen in den Augen, für die ich mich nicht schäme, niederschreibe, weiß ich, dass ich ihn nie vergessen werde, solange ich lebe.
 
 
Der besondere Hund - Moosloch Mushers Amaruk
Am 17. März 2001 wurde unser erster Wurf geboren, aus dem wir gerne einen Rüden behalten wollten, der Amaruk heißen sollte. Es waren 4 Hündinnen und 4 Rüden im Wurf. Als der sechste Welpe auf die Welt kam, ein Rüde, haben wir beide spontan gesagt: "Du bist Amaruk", und wir haben unsere Wahl nie bereut.
Am Anfang war Amaruk ein eher unauffälliger Hund, der wenig Unsinn gemacht hat, nicht laut und nicht aufgeregt war, immer gut gefressen und gesoffen hat. Im Gespann lief er als Teamhund gut mit.
Es kam der Januar 2004. Eigentlich wollte ich diese Saison, wie bereits die drei davor, mit Amaruks Vater Bojar im Skijöring an den Start gehen, aber Bojar hatte eine Verletzung. Amaruk war nicht für Skijöring antrainiert und erst einmal testweise alleine gelaufen. Da ich mit Bojar bei der deutschen Meisterschaft definitiv nicht starten konnte, haben wir entschlossen, dass ich es einfach mit Amaruk probieren würde. Es war ein unglaubliches Rennen! Die Damen starteten im Minutenabstand direkt hinter den Männern, und Amaruk ist so gerannt, dass wir auf der Strecke 7 Skijörer überholt haben. Das Geniale: Amaruk hat sich überhaupt nicht für die anderen Hunde interessiert - er ist mit Vollgas auf die Teams vor uns aufgelaufen und mit Vollgas daran vorbei gestürmt. Das Ergebnis war Bestzeit aller gestarteten Skifahrer, Frauen und Männer, und am zweiten Tag der Deutsche Meister Titel. Mit dem Titel in der Tasche waren wir für die Weltmeisterschaft qualifiziert, die 2004 in Cortina d'Ampezzo stattfand. Auch hier ist Amaruk einfach nur gerannt, so dass wir die vor uns startende Konkurrentin einholen konnten. Es kam eine weitere Eigenschaft von Amaruk zum Vorschein: weil ich noch nicht so super Skifahren konnte, konnten wir uns bergauf nicht von der Konkurrentin lösen, so dass wir eine Zeit lang miteinander gefahren sind. Amaruk hat sich dem anderen Hund gegenüber ganz brav verhalten. Erst als eine Abfahrt kam, hat er noch eine Stärke offenbart: er konnte bergab so zulegen, dass wir der Konkurrentin davon gelaufen sind und als Weltmeister durchs Ziel fuhren. Wir waren so stolz auf unseren Amaruk!
Ab der Saison 2004 bin ich sechs Saisons in Folge alle wichtigen Rennen mit Amaruk gefahren, und wir waren immer auf Platz 1 oder 2. Insgesamt hat sich Amaruk drei Deutsche Meister- und einen Deutschen Vizemeistertitel, zwei Europameistertitel, einen Weltmeister- und zwei Vizeweltmeistertitel erlaufen. 2009 bei der EM war Amaruk schon fast 8 Jahre alt, eigentlich war bereits sein Halbbruder aus unserem C-Wurf antrainiert, aber Amaruk ist im Training so stark und mit so einer Freude gelaufen, dass er mit mir bei der EM an den Start gegangen ist. Er hat seine Rennkarriere mit einem Platz ganz oben auf dem Podest gekrönt.
Was aber noch viel stärker in Erinnerung bleibt als seine Rennerfolge, ist seine freundliche Art. Wenn man nur in seine Richtung geguckt hat, hat er schon angefangen wie wild zu wedeln, wenn man ihn dann gekrault hat, hat er die ihm geschenkte Aufmerksamkeit mit heftigstem Rutenklopfen gedankt. Er war immer fröhlich, hat sich zum Schmusen an einen gedrückt, hat sich mit allen Hunden gut vertragen, keinen Streit gehabt und war einfach nur lieb.
An einem wunderschönen Trainingstag im Herbst, bei nur 4 Grad, blauem Himmel und klarer Luft spannen wir die Hunde ein, alle freuen sich wie immer unbändig, dass es losgeht, und Amaruk läuft so stark. Bis er plötzlich aus heiterem Himmel zusammenbricht. Meino bremst sofort, ich laufe nach vorne, spanne ihn aus und halte ihn auf dem Trainingswagen im Arm. Ich halte Amaruk im Arm als er seine letzten Atemzüge macht. Alles ist vergebens, die Widerbelebungsversuche helfen nichts, er ist einfach bei seiner liebsten Beschäftigung, dem Laufen, mit seinem Rudel und Meino und mir um ihn in meinen Armen gestorben.
Unser großartiger Tierarzt versucht uns zu trösten - nichts, aber auch gar nichts hätten wir anders machen, seinen Tod nicht vermeiden können. Er war immer gesund und fit, der Tierarzt hat ihn regelmäßig untersucht, es gab überhaupt keine Anzeichen. Er hat sein glückliches Leben mit lauter schönen Erlebnissen schmerzfrei und schnell bei seiner Lieblingsbeschäftigung beendet.
Die Trauer über seinen Tod ist der Preis dafür, dass wir sein wunderbares Leben mit ihm teilen durften.
Amaruk, wir werden dich nie vergessen!

 

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Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen ihrer vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf der himmlischen Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
kommt es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort herrscht warmes, mildes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.

Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.

Es hat Dich gesehen.
Und wenn Du und Dein tierischer Freund sich treffen,
nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder,
und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres,
das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.

Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...

 

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Icebell's HOT GIRL (Hazel)


Am Morgen des 05.05.2011 mussten wir unsere liebe kleine Hazel einschläfern lassen. Sie wäre im Juni 13 Jahre alt geworden. Sie hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
Seit zwei Jahren hatte sie einen inoperablen Tumor am Hals, der stetig gewachsen ist, ihr aber keine Beschwerden gemacht hat. Am 04.05.2011 vormittags war noch alles ganz normal, ich hatte sie und Chewie am Vormittag noch in mein Arbeitszimmer gelassen, was sie sehr gefreut hat. Als wir am Abend nach Hause kamen, verhielt sie sich sehr eigenartig, sie lief zwar ein paar Schritte in den Auslauf, legte sich dann aber gleich hin und verschwand kurz darauf in einer Hundehütte. Das Futter hatte sie nicht angerührt, sie stand recht kraftlos da. Freundlicherweise durften wir sofort zu unserem Tierarzt in die Praxis fahren, obwohl es sein freier Nachmittag/Abend war. Hazelchen lief noch selbständig in die Praxis, aber ihr Kreislauf war schon sehr geschwächt. Micha sagte uns, dass die Situation sehr ernst sei, versorgte sie mit verschiedenen Medikamenten und riet uns, sie noch einmal mit nach Hause zu nehmen, falls es nur ein Tumorschub war. Der Tumor muss in den letzten Tagen förmlich explodiert sein, der ganze Hals war plötzlich geschwollen.
Es war nicht nur ein Tumorschub, sie wurde über Nacht immer schwächer. Wir haben aber noch einen gemeinsamen Abend in unserer beider Lieblingsposition verbracht: ich auf dem Sofa, Hazelchen auch, mit ihrem Kopf auf meinem Oberschenkel, eng an mich gekuschelt. Ihre letzte Nacht hat sie zwischen uns beiden verbracht, wir haben sie gestreichelt, beruhigt und von ihr Abschied genommen. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich ihr nicht mehr böse bin, dass sie den halben Geburtstagskuchen, den Meino einmal für mich gebacken hatte, geklaut hat. Wir sind Micha sehr dankbar, dass er uns diesen Abschied durch seinen guten Rat ermöglicht hat. Am Morgen ging es Hazel so schlecht, dass sie nicht mehr alleine stehen konnte, auch bekam sie teilweise schwerer Luft. Wir wollten auf gar keinen Fall, dass sie leiden muss und fuhren deshalb gleich am morgen früh zu Micha in die Praxis. Wir mussten zum Glück nicht die Entscheidung fällen, wann Hazels letzter Lebenstag sein sollte, sondern wir konnten ihr lediglich ihren schon angetretenen Sterbeweg verkürzen, um ihr Qualen zu ersparen.
Hazel liegt jetzt ganz dicht bei ihrem Sohn Amaurk, Rücken an Rücken. Die Vorstellung, dass die beiden sich jetzt eng aneinander kuscheln, tröstet mich.
Man soll keinen Lieblingshund haben, aber zu Hazel hatte ich eine ganz besondere Beziehung. Jeden Abend, wenn ich ins Wohnzimmer gegangen bin, stand Hazel auf, wartete bis ich mich aufs Sofa gesetzt hatte und legte sich dann an mich dran. Sie war immer so ein lieber, fröhlicher, fleißiger Hund, ein Sonnenschein, den jeder lieb hatte.
Hazel hat sich mit allen Hunden gut verstanden, alle haben sich gerne an sie gekuschelt. Nicht nur bei den Hunden war sie so beliebt, auch bei den Menschen. Sie war Fremden gegenüber aufgeschlossen und freundlich. Alle, die Hazelchen kennen gelernt haben, können bestätigen, dass sie bei Besuch immer ihren "ich armer Hunde muss gleich verhungern, wenn Du mir nicht sofort etwas von Deinem Essen gibst"-Blick aufgesetzt hat. Wenn ihr Blick trotz absoluter Perfektion doch nicht zum Erfolg geführt hat, hat sie auch gerne jede Chance genutzt, sich selber zu bedienen, wenn man einmal nicht aufgepasst hat.
Im Team ist Hazel, obwohl sie unser kleinster Hund war, immer zuverlässig und fleißig gelaufen. Sie war Kommando sicher und war deshalb über Jahre hinweg Meinos Leithund im Gespann. Am Start mit Finn Zeller im Skijöring wurde sie von der Sprecherin belächelt: "Was ist denn das für ein Häschen!". Die beiden haben alle in Erstaunen versetzt, als sie in der Gesamtwertung gegen die Jagdhunde einen Podestplatz erreicht und die Reinrassigenwertung gewonnen haben.
Es ist sehr schön für uns, dass wir einige Nachkommen von Hazel haben, in denen sie weiter lebt. Besonders Akira, unser "Hazel-Klon", der sowohl ihr Aussehen als auch ihre Freundlichkeit und Fröhlichkeit geerbt hat, wird jetzt noch doller geknuddelt. Hazel war eine aufopferungsvolle Hundemama, die ihre Würfe vorbildlich aufgezogen hat, die sich um alle Welpen bis zum Tag der Abgabe liebevoll gekümmert hat und die bis zu ihrem letzten Tag mit ihrem Sohn Chewie eng beieinander lag und ihm die Ohren ausgeschleckt hat.

Wir vermissen sie sehr.

   
Tine mit Blizzi, Hazel und "Hazel-Klon" Akira   Wenn kein Sofa zur Hand ist, kann man auch an der Stake-Out kuscheln   Alle wollen neben Hazel liegen (links Bojar, rechts Chewie)
         
   
Nicht nur die anderen Hunde lieben Hazel - Hazel und Finn   Finn mit Hazel auf dem Weg zum Podestplatz   "Gebt mir ganz schnell ein Stück Weihnachtsschinken, sonst falle ich vom Stuhl!"
         
   
Hazel Supermama   Hazel ist nicht nur für ihre eigenen Welpen liebevoll da gewesen - auch Obelix durfte sich beim Abholen im Auto an sie drücken...   ...und um Onni hat sie sich an deren ersten Tag zusammen mit Alyeska beschützend drumrum gelegt.
         

 

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ANGEL of Igloo County (Alaya)


Am 10.11.2011 hat das stattgefunden, wovor wir uns schon lange gefürchtet haben, was wir ewig vor uns her geschoben haben und was wir mehrfach verschoben haben - wir mussten den Zeitpunkt bestimmen, an dem wir unseren ersten und unseren ältesten Hund, Alaya, einschläfern lassen mussten. Zuerst konnte Alaya nicht mehr so gut aufstehen, aber wenn man ihr aufgeholfen hatte, dann lief sie noch gut. Dann fing sie an, beim Laufen immer wieder umzusinken, aber sie hat noch gut gefressen. Zuletzt hat sie nicht mehr gut gefressen und zuallerletzt hat sie auch die hart gekochten Eier, über die sie sich ihr Leben lang wahnsinnig gefreut hat, verschmäht. Als unser toller Tierarzt Micha Zeller zu uns nach Hause kam, meinte er, es sei höchste Zeit. Trotzallem haben wir uns sehr schwer damit getan zu sagen, heute und nicht morgen oder übermorgen ist der letzte Tag. Alaya ist ganz friedlich auf ihrem Kuschelteppich eingeschlafen von uns beiden liebevoll gestreichelt. Sie ist über 16 Jahre und 1 Monat alt geworden.

Gekauft haben wir Alaya von Walter Spitzer aus dem Bayrischen Wald, ein großer Vertrauensbeweis, an uns als völlig Unbekannte einen Welpen abzugeben - wir hoffen sehr, Walters Vertrauen nie enttäuscht zu haben. Denn obwohl Alaya alle Kommandos sehr gut befolgt hat, hatte sie doch keine großen Ambitionen ein Rennhund zu sein. Trotzdem haben wir sie ihr ganzes Leben lang nach ihren Vorlieben und ihrem Fitnessstand bewegt. Da Alaya als erstes da war und sich auch gegen alle nach ihr bei uns eingezogenen Hunde durchgesetzt hat, war sie unser souveräner Rudelchef. Sie hat es durch natürliche Autorität geschafft, das Rudel im Griff zu haben, ohne je Raufereien zu benötigen. Bis ins hohe Alter hat sie ihre Überlegenheit demonstriert und auch als Axle bereits die Rudelführung übernommen hatte, hat er sie nicht unterworfen.
Durch ihre Rudelchefposition war es möglich, Alaya Zeit ihres Lebens zu verwöhnen und immer wieder Besonderes mit ihr zu unternehmen. Sie hat die kleinen Extras sehr genossen. Ganz am Anfang mit nur einem Hund haben wir mit ihr schöne Winterwanderungen unternommen, mit zwei bis drei Hunden waren wir mehrfach mit dem Kanu unterwegs, woran Alaya großen Spaß hatte. Im ersten Winter hat sie gemeinsam mit Bojar Meino mit einem selbstgebastelten Schlitten über einen zugefrorenen See gezogen. So lange, bis unser erster Wurf das Team verstärkt hat, war sie auch im Renneinsatz, ab da nur noch im Training im Team oder im Skijöring unterwegs. Dafür kam sie im Canicross oder auch gerne bei Kinderrennen zum Einsatz, weil sie ein sehr vorsichtiger Hund war, der total auf Kinder abgefahren ist. Wenn wir kleine Kinder zu Besuch hatten, hat Alaya sie die ganze Zeit im Auge behalten.
Eine weitere Leidenschaft von Alaya waren Tennisbälle. Wenn ein Tennisball im Spiel war, konnte man Alaya von der Leine lassen, den Ball in einen See werfen und sie ist wieder und wieder in den See gesprungen und hat den Ball zurück gebracht.
Im Alter haben wir versucht, es Alaya bei unseren Fahrten nach Schweden oder zu Rennen so gemütlich wie möglich zu machen, sie durfte im Innenraum vom Wohnmobil wohnen. Zu Hause war sie je nach Wetter ebenfalls drinnen statt draußen im Zwinger. Sogar zu Besuch bei unseren Freunden durfte sie mit ins Haus (danke Hierzis).

Alaya hatte einen sehr eigenen Charakter. Ab und zu war sie etwas Besonderes, hat sich beispielsweise mit überschlagenen Pfoten elegant unter den Weihnachtsbaum drapiert oder sich auch sonst etwas abseits von der Meute gelegt - wir haben sie dann unsere kleine Königin genannt. Sie war aber genauso ein Kuschelhund, der Spaß am Kontaktliegen mit den anderen Hunden auf dem Sofa oder auch sehr gerne auf Meino hatte. Meino und Alaya waren von Anfang an ganz dicke Kumpel.
Jetzt liegt Alaya neben Amaruk und Hazel mit überschlagenen Beinchen und einem Tennisball zwischen den Pfoten.

Wir haben Dich sehr lieb.

 

   
Alaya und Meino - von Anfang an dicke Kumpel (1996)   Kuscheln mit Meino (2005)...   ...bis ins hohe Alter (2010).
         

   
Winterwanderung 1996   Winterwanderung 2005 in Schweden   Ausflug zur Holzmesse 2007 auf dem Gelände des Orsa Bärenparks
         

   
Kanufahren 1998   Tennisball im Winter 2005   Tennisball am See 2006
         

   
Kinderrennen mit Anne-Cécil 2004   Lena zu Besuch wird nicht aus den Augen gelassen - 2006   Rentner-Skijöring 2005
         

   
Rentnerteam 2008 - Alaya immer fotogen   Einer der letzten Einsätze im Rentnerteam mit 12 Jahren   Verwöhnt von Conny Hierzer
         

 

 
Versteckt unterm Weihnachtsbaum   Schlaf gut, kleine Königin
         

 

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CHINOOK vom Unteren Köppel


So hektisch und aufregend Chinnoks Leben zum Teil war, so ruhig und entspannt war sein Ende. Vorgestern war er noch ganz fit, hat mit Appetit gefressen und ist durch den Auslauf gelaufen. Gestern morgen konnte er plötzlich nicht mehr herum laufen, nicht mehr richtig stehen, er hat nichts gesoffen und nichts gefressen. Dabei war er aber ganz ruhig und lag entspannt auf seinem Teppich. Wir haben einen Tag abgewartet, ob sich die Lage verbessert, aber das war nicht der Fall. Deshalb sind wir heute schweren Herzens nach Drevsjö zum Tierarzt gefahren, um unseren Chinook einschläfern zu lassen. Auch auf der Fahrt dorthin war er ganz entspannt, so dass wir annehmen, dass er keine Schmerzen hatte, sondern ihn einfach die Lebenskraft verlassen hat. Chinook ist über 15 1/2 Jahre alt geworden.
Da der Boden knallhart gefroren war, haben wir den guten Rat unseres Kumpels Harald befolgt und ein Feuer gemacht, um den Boden anzuwärmen. Das Feuer haben wir auf einer großen Steinplatte angezündet, die durch die Hitze in drei Teile gesprungen ist, so dass Meino sie anheben, einen Teil des Bodens darunter ausheben und die Platten dann zum Abdecken nehmen konnte. Chinook ist der erste unserer Hunde, der jetzt auf unserem Grundstück in Schweden liegt.

Chinook war der einzige Hund, den wir nicht als Welpen bekommen haben und der nicht richtig sozialisiert war, wodurch es einige Zeit gedauert hat, bis er eine Bindung zu uns aufgebaut hat. Deshalb war sein Leben anfangs so aufregend, denn Chinook hat Chancen genutzt wegzulaufen, z.B. zum Nachbarn, um Hühner zu stehlen oder auf der Autobahn bei vollem Reiseverkehr - zum Glück hatte er einen ganz großen Schutzengel. Die mangelnde Sozisalisierung führte auch dazu, dass er anfangs keinen Kontakt mit den anderen Hunden gesucht und Spielaufforderungen als Angriff verstanden hat. Glücklicherweise war Chinook ein sehr braver und agressionsloser Hund, der seine Rolle als Rudelniedrigster gut akzeptiert hat. Im Alter durften sich dann vor allem die Welpen an ihn kuscheln und auch mit seinem langjährigsten Gefährten Bojar lag er oft zusammen.
Irgendwie war Chinook ein bisschen arm dran, denn er entstammte einer ungewollten Halbgeschwisterverpaarung. Dadurch war er gesundheitlich etwas beanchteiligt - durch einen starken Fehlbiss sind ihm mit den Jahren die Zähne ausgegangen, er hatte einen sehr unökonomischen Laufstil und im Alter eine verkrümmte Wirbelsäule. Er hat sich als Schlittenhund trotzdem voll eingesetzt und seinen Laufstil durch einen ganz starken Laufwillen wettgemacht. Chinook war sogar eine Saison erfolgreicher Skijöringhund mit Gold- und Silbermedaillen. Durch seinen Wirbelsäulenschaden ist er schon früh aus dem Rennbetrieb ins Rentnerteam gewechselt und auf Anraten unseres Tierarztes bereits mit 12 komplett aus dem sportlichen Geschehen heraus genommen worden. Beim Ansehen aller Bilder, die wir aus Chinooks Leben haben, ist mir aufgefallen, dass er trotzdem ein sehr genügsamer und zufriedener Hund war - es gibt ganz viele Bilder von Chinook entspannt auf dem Sofa und zum Schluß, als er wegen seines Rückens nicht mehr springen konnte, auf den Kuschelteppichen. Beim Wegfahren war er zufrieden, wenn er im Wohnmobil vor einer Warmluftdüse auf seiner Decke liegen konnte. Als wir gemerkt haben, dass ihm die Wärme gut tut, durfte er ab letztem Herbst immer im Haus im Warmen bleiben. Obwohl Chinook besonders zu Anfang ein sehr anstrengender Hund war, ist er uns sehr ans Herz gewachsen und fehlt uns.

Schlaf gut, kleiner Freund. Wir haben dich lieb.

   
2003 - Chinook und Tines erfolgreiche Skijöringsaison   2005 - Rentnerskijöring   2008 - letzer Einsatz im Rentnerteam
         

   
2004 - die ersten Welpen pirschen sich an und kuscheln (Baika+Blizzi)   2006 - der nächste Welpe (Chewie) darf Chinook sogar das Ohr ausschlotzen   2009 - auch Obelix darf sich an Chinook ankuscheln
         

   

2008 - Chinook mit seinem langjährigen Kumpel Bojar

  2010 - ein ganz typisches Bild: Chinook entspannt auf dem Sofa, aufgrund des Fehlbisses mit herausguckender Zungenspitze   2012 - genügsamer Chinook, zufrieden im Wohnmobil vor der Warmluftdüse auf seiner Decke

 

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